Allgemeines über Selbstverteidigung – Tipps & Tricks gegen Angriffe

Selbstverteidigung: Die Gefahr vor einem Übergriff lauert überall. An öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen und Parks ist die Gefahr besonders hoch.

Ebenso sind Straßen und Gassen in Innenstädten beliebte Tatorte für Sexualstraftäter.

Die männlichen Täter sind meistens auf Frauen oder Kinder aus. Am häufigsten legen sich die Täter zu später Stunde, wenn es dunkel ist, auf die Lauer.

Im Herbst und Winter besteht zudem erhöhte Gefahr. Durch Nebel und Schals ist es schwer, Täter hinterher wieder zu identifizieren.

Wir zeigen Ihnen wie Sie sich und Ihre Familie schützen können. Der beste Weg dazu ist das Erlernen von Selbstverteidigung.

Oftmals sind nicht immer Helfer zur Stelle und man ist auf sich allein gestellt

Selbstverteidigung: Definition

Sich selbst zu verteidigen bedeutet, sich bei gewaltsamen Übergriffen wehren zu können. Ziel ist es, sich von Tätern zu lösen und fliehen zu können.

Eltern sollten dazu in der Lage sein um ihre Liebsten zu schützen. Auch Kinder sollten sich wehren können, wenn sie auf sich alleine gestellt sind.

Bleiben Sie am Ball.

Wir geben Ihnen gerne noch mehr Tipps und Techniken mit auf den Weg - für Sie und Ihre Familie.

Tipps zur Selbstverteidigung

  1. Konfrontation. Vermeiden Sie Konfrontationen. Lassen Sie sich niemals auf dumme Sprüche oder Wortgefechte mit Fremden ein. So gehen Sie so früh wie möglich Gewaltexzessen aus dem Weg.
  2. Dunkelheit. Meiden Sie außerdem dunkle Orte. Dunkle Orte sind unübersichtlich und bieten keine Sicherheit
  3. Anhalter. Trauen Sie nachts Anhaltern lieber nicht. Verriegeln Sie Türen und Fenster. Anhalten möglichst vermeiden.
  4. Stimme. Setzten Sie Ihre Stimme ein. Werden Sie bei drohender Konfrontation laut und signalisieren Sie dem Angreifer Abwehrhaltung.
  5. Hilferuf. Rufen Sie zudem um Hilfe. Passanten können Ihnen nicht nur helfen, sondern auch Angreifer abschrecken
  6. K.O.-Tropfen. Trauen Sie niemanden, der Ihnen Essen und Getränke umsonst anbietet. Es könnten Rauschgifte oder K.O.-Tropfen enthalten sein
  7. Rücken. Halten Sie sich den Rücken frei. Niemand hat hinten Augen. Von hinten lauert die größte Gefahr
  8. Flucht. Lassen Sie sich niemals in eine Ecke treiben. Das erschwert die Flucht, da man eingeengt ist.
  9. Gruppe. Ein weiterer von viele Selbstverteidigungstricks ist es, den Anführer der Gruppe auszumachen. Wenn Sie ihn zuerst angreifen und in Bedrängnis bringen wird die Gruppe schnell fliehen, denn der Anführer ist das stärkste Mitglied der Gruppe.
  10. Nähe. Vermeiden Sie Wurfgriffe oder Hebeltechniken. Dabei muss nämlich Kontakt zu den Angreifern aufgenommen werden. Halten Sie lieber alle Angreifer durch Schläge und Tritte von sich ab
  11. Schüchternheit. Lassen Sie sich nicht von Ihren Gegner einschüchtern, aber unterschätzen Sie Ihre Gegner auch nicht.
  12. Größe. Körpergröße und Muskelmasse sagen nichts über die Kampffähigkeiten Ihres Gegners aus.
  13. Anatomie. Am besten versucht man anatomisch schwache Stellen zu attackieren. Beispielsweise Gesichtsbereiche und Weichteile.
  14. Ziel. Überlegen Sie sich jeden gezielten Angriff genau. Blindes Losstürmen kann in einem Fiasko enden.

Trainieren Sie den Ernstfall

Selbstverteidigung Tipps sind weitaus weniger wichtig als gezieltes Training.

Wenn Sie Ihre Liebsten bestmöglich beschützen wollen, sollten Sie sich für den Ernstfall vorbereiten.

Wer einen Führerschein machen will, muss schließlich auch zum Erste Hilfe Kurs. Auch als Kind ist es ratsam, sich erste Schläge und Tritte zu üben.

Grundsatzregeln in der Selbstverteidigung

Selbstverteidigung wird immer wichtiger. Jedoch gibt es auch hier einige Grundsatzregeln, die immer beachtet werden sollten.

Ansonsten bringt sich der Verteidiger eventuell in eine noch gefährlichere Situation.

Außerdem kann durch das Beachten der Grundsatzregeln eine körperliche Auseinandersetzung häufig bereits vermieden werden.

Letztendlich gilt es auch bei der Verteidigung kein geltendes Recht zu brechen. Schließlich soll die eigene Verteidigung keine Strafanzeige nach sich ziehen.

Weitere Tipps

Worauf Sie außerdem achten sollten und was Ihnen in einer Gefahrensituation noch weiterhelfen kann, folgt im nächsten Abschnitt.

Geschicktes Ausweichen

Neben der eigentlichen Verteidigung, ist es vor allem wichtig seinem Gegner so wenig Angriffsfläche, wie möglich zu bieten.

Dieser Grundsatz gehört zu den klassischen Selbstverteidigung Tricks.

Denn wer es schafft, Schlägen und Tritten gezielt aus dem Weg zu gehen, der schützt sich schließlich auch.

Natürlich gibt es auch Konfrontation, die unvermeidlich sind.

Trotzdem sollte immer versucht werden, dem Gegner keine Gelegenheit der körperlichen Konfrontationen zu geben.

Ansonsten könnte sich dieser noch zusätzlich provoziert fühlen. Besonders gut klappt diese Strategie, wenn der Angreifer in einen alkoholisierten Zustand ist.

Denn dann ist seine Koordination stark eingeschränkt, was der Verteidiger ausnutzen kann.

Wer es also mit einem sichtlich betrunkenen Gegenüber zu tun hat, der sollte immer diese Regeln beherzigen.

Die Auswirkungen könnten ansonsten, wenn auf den Angriff eingegangen wird, noch verheerender sein.

Falls ein solches Ausweichen nicht mehr möglich ist, muss natürlich in den Angriff oder zumindest in die Verteidigung übergegangen werden.

Die richtige Reihenfolge lautet jedoch immer: wenn möglich erst ausweichen, notfalls verteidigen.

Keine Provokation

Besonders bei jungen Männern, kann häufig eine Provokation des Gegners beobachtet werden.

Durch ein solches „Imponiergehabe“ begibt sich die Person jedoch in eine höhere Gefahr als nötig.

Denn die meisten Schlägereien beginnen durch verbale Provokationen. Wenn die Gegner darauf eingehen, dann sind die Folgen teilweise nicht absehbar.

Denn nur in den wenigsten Fällen, kann der Gegenüber richtig eingeschätzt werden. Schließlich handelt es sich meistens um eine vollkommen fremde Person.

Es sollte somit niemals ein Risiko eingegangen werden, wenn dieses auch umgangen werden kann.

Selbstverteidigung

pixabay.com © AdinaVoicu

Umgekehrt sollte sich niemand von einer anderen Person provozieren lassen.

Schließlich gibt es auch Menschen, die ganz bewusst auf Streit und körperliche Gewalt aus sind. Diese könnten im schlimmsten Fall sogar darauf vorbereitet sein.

Provoziert der Gegner eine körperliche Auseinandersetzung, könnte es dann passieren, dass er mit einem Messer oder einem Schlagring bewaffnet ist.

Eine Verteidigung wird dann besonders schwer.

Wird auf eine Provokation außerdem nicht eingegangen, dann verliert die provozierende Person häufig das Interesse an eine körperliche Auseinandersetzung.

Selbst wenn eine Beleidigung die Folge ist, sollte nicht von dieser Strategie abgewichen werden.

Erst wenn es zu einem tatsächlichen Angriff kommt, ist das an der Zeit sich zu verteidigen.

Alternativ kann auch versucht werden, die Angreifer durch eine Drohung abzuschrecken. Das sollte allerdings nur als letzte Möglichkeit vor der Verteidigung gewählt werden.

Meist zeigt sich die Drohung, die Polizei zu rufen und eine Strafanzeige zu stellen, als sehr effektiv.

Häufig ist der Angreifer nicht allein

Immer öfter ist der umgeben von einer ganzen Gruppe, die ihm Rückendeckung gibt.

Diese Ansammlungen entstehen meist nicht zufällig, sondern wurden extra organisiert, um Auseinandersetzungen zu provozieren.

Der Anführer der Gruppe provoziert dann meist verbal.

Vor seiner Rückendeckung möchte er sich natürlich keine Blöße geben. Deshalb kommt es in einer solchen Situation wesentlich häufiger zu einem unangenehmen Ausgang.

Sich gegen so viele Angreifer zu wehren, ist als Einzelperson außerdem fast unmöglich.

Denn dann spielt es kaum eine Rolle, wie geübt oder trainiert die jeweilige Person ist.

Kommt es zu einer solchen Situation, sollte sich deshalb möglichst ruhig verhalten werden.

Da eine effektive Verteidigung hier relativ aussichtslos sein dürfte, bleibt hier leider häufig nur die Flucht.

Die Grundsätze effektiver Selbstverteidigung

Es gibt eine Unmenge an verschiedenen Angriffen und Verteidigungen. Sie alle zu erlernen braucht Monate, wenn nicht sogar Jahre.

Dennoch unterliegen die Selbstverteidigungstechniken einem bestimmten Prinzip.

Der erste Schritt ist das Blocken, Ausweichen oder Abwehren. Dieser Schritt entfällt automatisch, wenn der Angreifer Sie überrascht hat und bereits festhält.

Greift der Gegner Sie allerdings mit einem Schlag oder Tritt an, den Sie kommen sehen, müssen Sie diesen zunächst blocken oder ihm ausweichen.

So kann der Täter nicht treffen.

Haben Sie bereits einen genügend großen Abstand, können Sie an dieser Stelle bereits weglaufen.

Ist der Abstand zu gering, sollten Sie das Weglaufen vermeiden, da der Täter Sie sonst im Loslaufen bereits zu Fall bringt.

Dann wären Sie in einer noch ungünstigeren Situation.

Der zweite Schritt ist die sogenannte Schocktechnik. Sie dient dazu, den Angreifer abzulenken und kurzzeitig zu verwirren.

Beispiele für eine Schocktechnik sind ein lauter Schrei, ein Tritt gegen das Schienbein oder eine Ohrfeige.

Das hängt ganz davon ab, was der Angreifer im ersten Schritt getan hat. Hält er ihre Arme fest, eignet sich zum Beispiel der Tritt.

Hält er Sie am Schopf fest, dann ist die Ohrfeige sinnvoll und wenn er Sie noch nicht berührt, der Schrei.

Nach der Schocktechnik gilt es, sich aus dem Griff des Täters zu befreien, wenn er sie festhält.

Dies erfordert viel Übung und es gibt kein Patentrezept, mit der Sie sich aus allen Umklammerungen befreien können.

Üben Sie regelmäßig mit einem Partner, sich aus verschiedenen Griffen zu befreien.

Weitere Selbstverteidigung Tipps

Diese Ansammlung von Selbstverteidigung Tipps sollte von Ihnen verinnerlicht werden, da sie allgemeingültig sind und in jeder Situation angewendet werden können, in der Ihre Selbstbehauptung gefragt ist.

1. Überrraschung. Überraschen Sie den Angreifer mit Ihrem Verhalten.

Seien Sie nicht passiv, denn damit rechnen die meisten Angreifer. Wenn Sie aktiv werden, dann gewinnen Sie die Kontrolle über die Situation.

2. Analyse. Analysieren Sie Ihre Umgebung. Halten Sie nach Fluchtmöglichkeiten Ausschau. Bringen Sie genug Abstand zwischen sich und den Angreifer, um vor Schlägen und Tritten sicher zu sein.

Schauen Sie, ob Menschen in der Umgebung sind. Sind es mögliche Helfer oder Freunde des Täters?

3. Reaktion. Reagieren Sie sofort. In Selbstverteidigungskursen werden Sie immer wieder die gleichen Techniken üben, bis Sie sie blitzschnell im Reflex anwenden können.

Diese Schnelligkeit hilft Ihnen, vor allem, wenn Sie körperlich unterlegen sind. Der Angreifer wird nicht mit Ihrer schnellen Reaktion rechnen und überrascht sein.

4. Simple Techniken. Leichte Umsetzbarkeit. Suchen Sie sich Techniken aus, die wirklich einfach, aber effektiv sind.

Im Ernstfall haben Sie nicht die Zeit, sich an eine komplizierte Bewegungsabfolge zu erinnern.

5. Keine Regeln. Beim Angriff auf der Straße gibt es keine Regeln. Der Täter wird Sie im Ernstfall nicht so angreifen, wie Sie es im Selbstverteidigungskurs geübt haben.

Effektive Selbstverteidigung auf der Straße bedeutet, dass alle Mittel erlaubt sind, um Ihr Leben und das ihrer Liebsten zu schützen.

Das bedeutet, der High Heel darf zur spitzen Waffe werden, genau wie der Regenschirm.

Selbst wenn Sie keine Hilfsmittel dabei haben, können Sie noch vieles als Waffe einsetzen: Fingernägel, Ellbogen, Knie, Füße, ihre Stimme, …

Auch bei der Verteidigung gilt es Regeln zu beachten

Selbst bei der Verteidigung gilt es, Regeln zu beachten. Vor allem die Gesetzte sollten dabei immer im Hinterkopf behalten werden.

So ist es natürlich vorkommen legitim, sich zu verteidigen.

Wird die Verteidigung allerdings in einen Angriff ausgedehnt, dann kann es passieren, dass der Verteidiger sich selbst strafbar macht.

Spätestens wenn der ursprüngliche Angreifer am Boden liegt und sich nicht mehr wehren kann, muss die Verteidigung beendet werden.

Ansonsten könnte eine Anzeige wegen Körperverletzung die Folge sein.

Bis zu diesem Zeitpunkt, an dem sich der Angreifer nicht mehr wehren kann, gelte natürlich keine Regeln „im Sinne der Sportlichkeit“ oder dergleichen.

Hier gilt es einfach nur, sich bestmöglich zu verteidigen. Das Ziel der Selbstverteidigung sollte dennoch immer im Auge behalten werden.

Selbst wenn in diesem brenzligen Moment die Wut schnell überzukochen droht.

Es sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass man sich ansonsten selbst zu einem Angreifer macht.

Wie Sie sich und Ihre Liebsten auch schützen können

Gefahren lauern in der heutigen Zeit überall und Sie sollten sich und Ihre Liebsten schützen. Notwehr ist daher ein wichtiges Thema, aber was bedeutet das?

Unter Notwehr versteht man die Abwehr eines Angriffes gegen einen selbst oder eine andere Person.

Strafbar ist dieses Vorgehen zum eigenen Schutz oder von anderen Menschen nicht.

Dabei wurde im Gesetz genau festgelegt, wann es sich um Notwehr handelt und wann nicht.

Hier erfahren Sie nun alle wichtigen Informationen rund um das Notwehrrecht. So werden Sie zukünftig wissen wann und wie Selbstverteidigung rechtens ist.

Effektive Selbstverteidigung

Werden Sie oder Menschen in Ihrer Umgebung angegriffen, dürfen Sie sich wehren.

Um eine gesetzeswidrge Handlung Ihrerseits handelt es sich in solchen Fällen nicht.

Die wurde nämlich bereits vom Angreifer selbst begangen. Das war aber keinesfalls immer so.

Erst nach der Französischen Revolution wurde das Recht auf Selbstverteidigung im Notfall eingeführt.

Dieses Gesetz hat bis heute seine Gültigkeit behalten und kommt noch immer zur Anwendung.

Wann ist es notwendig, sich zu verteidigen?

Im Strafgesetzbuch wurde genau festgelegt wann der „Notwehrparagraph“ zu tragen kommt.

Wenn Sie selbst in eine gesetzeswidrige Situation kommen oder eine solche sehen dürfen Sie tätig werden und können dafür nicht belangt werden.

Auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wurde eine Definition festgehalten. So muss eine echte Notwehrlage vorhanden sein, um ein Eingreifen rechtfertigen zu können.

Im Strafgesetzbuch ist ebenfalls niedergeschrieben, dass eine Notwehrlage erkennbar sein muss.

Ihre Selbstverteidigung muss also absolut gerechtfertigt sein. Nur dann gilt sie als nicht rechtswidrig.

Ist die Gefahr einer Verletzung gegeben darf eingegriffen werden. Sind Sie in einer solchen Situation dürfen Sie sich verteidigen.

Wichtig ist auch, dass der Angriff kurz bevorsteht oder gerade stattfindet. Beendet darf er hingegen noch nicht sein.

Was tun bei einem Angriff?

Werden Sie körperlich bedroht, dürfen Sie sich verteidigen. Das darf aber wie bereits erwähnt nur vor oder während eines gesetzeswidrigen Angriffes passieren.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, können und müssen Sie sich verteidigen. Sie verstoßen damit gegen kein Gesetz.

Außerdem darf sich die Handlung nur gegen den Angreifer beziehungsweise die Angreifer wenden.

Tatsächlich gibt es immer wieder Fälle, wo Zweifel an einer echten Notwehrhandlung bleiben. Gegen diese kann durchaus gesetzlich vorgegangen werden.

War eine Notwehrhandlung nötig oder nicht, entscheidet dann das Gericht.

Generell sollten Sie sich daher nur zur Wehr setzen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Auch zum Schutz kann ein Eingreifen unumgänglich sein.

Sogenannte Bagatellangriffe zählen nicht dazu. Drängelt sich also zum Beispiel jemand nur an Ihnen im Supermarkt vorbei ist keine Selbstverteidigung notwendig.

Aggressives Verhalten kann also keinesfalls mit einer notwendigen Selbstverteidigung argumentiert werden.

Nothilfe – so können Sie in Notsituationen helfen

Ein anderer Begriff der in diesem Zusammenhang erklärt werden muss, ist Nothilfe.

Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Notwehrhandlung. Diese dient um einen anderen Menschen zu helfen und ihn aus einer Notsituation befreien.

Auch die Nothilfe ist an Regeln gebunden, die einzuhalten sind. Ist ein Mensch in echter Gefahr, dann dürfen Sie eingreifen.

Die Nothilfe ist daher ebenfalls im StGB geregelt.

Ist jemand in einer solchen Situation dürfen und sollen Sie sogar eingreifen, dies muss jedoch nicht erbeten geschweige denn erwünscht sein.

Werden Sie zum Beispiel Zeuge eines Überfalls, sind Sie verpflichtet einzugreifen. Die Nothilfe muss hier erfolgen.

Ansonsten handelt es sich um unterlassene Hilfeleistung und dieser Tatbestand ist strafbar.

Menschenmassen – Wie effektiv schützen?

Die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/2016 haben in vielen Menschen die Frage geweckt: Wie kann ich verhindern, dass auch mir so etwas passiert?

Es gibt keine Patentlösung für die Selbstverteidigung in der Masse, aber hier finden sie eine Reihe nützlicher Selbstverteidigungstricks.

Das Problem an großen Menschenmassen

Bei großen Veranstaltungen herrscht in den meisten Fällen eine fröhliche, ausgelassene Stimmung.

Diese kann aber schnell kippen und zu einer Massenpanik werden, wie bei der Love Parade vor ein paar Jahren.

Das zweite Problem einer großen Menschenmasse ist, dass Kriminelle in der Masse leicht unentdeckt und anonym bleiben.

Beobachten Sie Ihre Umgebung aufmerksam!

Zu den wichtigsten Selbstverteidigung Tipps gehört die Aufmerksamkeit.

Menschen, die unentwegt auf ihr Smartphone schauen sind leichtere Opfer als die, die potenzielle Täter aus 100 Metern Entfernung kommen sehen.

Bei Massenveranstaltungen sollten Sie auf mehrere Dinge achten.

  1. Wo sind die Fluchtwege und Notausgänge?
  2. Gibt es Security oder ist die Polizei vor Ort? Wo genau?
  3. Was für Menschen stehen um mich herum? Wirken sie aggressiv oder betrunken?

Verkörpern Sie Selbstbewusstsein!

Straftäter suchen sich oftmals leichte Opfer aus.

Mit einer selbstbewussten, aufrechten Haltung signalisieren Sie bereits im Vorhinein, dass Sie nicht zu diesen leichten Opfern gehören.

Mit Ihrer aufmerksamen Beobachtung der Lage signalisieren Sie, dass man Sie nicht einfach überraschen kann.

Aber Vorsicht!

Mit einer selbstbewussten Haltung ist keine Arroganz gemeint. Gerade betrunkene Menschen fühlen sich schnell angegriffen oder gekränkt.

Vermeiden Sie lieber den Streit, anstatt aus einem Wortgefecht über Fußball oder politische Ansichten einen Straßenkampf entstehen zu lassen.

Bleiben Sie in der Gruppe!

Wenn Sie allein oder zu zweit unterwegs sind, wirken Sie leicht isoliert und schutzlos.

Die Täter, die bei Massenveranstaltungen auch oft in Gruppen unterwegs sind, sind Ihnen dann zahlenmäßig überlegen.

Wenn Sie jedoch in einer Gruppe von mindestens fünf Leuten sind, werden die Täter es sich wahrscheinlich nicht trauen, Sie anzugreifen.

Sollten Sie dennoch allein unterwegs sein und sich unwohl fühlen, fragen Sie vertrauenserweckende Menschen, ob Sie sich zu ihnen stellen dürfen.

Flucht statt Kampf

Der beste Kampf ist immer noch der, der vermieden wurde. Lassen Sie also Ihr Ego zu Hause und bevorzugen Sie immer die Flucht, wenn diese möglich ist.

Selbst erfahrene Kämpfer haben in Menschenmassen Probleme, alle Mitglieder der Tätergruppe zu identifizieren.

Die Masse macht es fast unmöglich, sich nach allen Seiten hin abzusichern.

Wenn es zur Flucht zu spät ist

Bis jetzt waren alle Selbstverteidigung Tipps darauf ausgelegt, Überfällen und Angriffen vorzubeugen. Was machen Sie aber, wenn Sie die Täter doch nicht haben kommen sehen?

Hier sind die besten Selbstverteidigungstricks für den Fall, dass Sie angegriffen wurden:

Aufmerksam machen. Das Wichtigste ist, auf sich aufmerksam zu machen. Schreien Sie so laut Sie können!

Erstens lenkt das den Täter für einen Moment ab, den Sie nutzen können um sich loszureißen und wegzurennen.

Zweitens macht es die umstehenden Menschen auf Sie aufmerksam. Gerade in Menschenmassen gibt es immer Zeugen und Helfer.

Versuchen zu entkommen. Versuchen Sie dem Täter oder den Tätern zu entkommen. Bei der Selbstverteidigung für Frauen, aber auch bei der allgemeinen Selbstverteidigung, wird hier häufig von der Schocktechnik gesprochen.

Die Schocktechnik kann alles sein, was den Täter kurzzeitig ablenkt. Ein Tritt auf den Fuß oder gegens Schienbein, ein lauter Schrei, eine Ohrfeige, …

Wenn Ihr Leben oder Ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr ist, ist alles erlaubt! Selbstverteidigung ist wichtig und gleichzeitig leicht zu erlernen.

Schwachstellen suchen. Finden Sie die Schwachstellen! Gerade bei der Selbstverteidigung für Frauen wird beigebracht, wie man sich gegen einen körperlich überlegenen Gegner zur Wehr setzt.

Kleine Frauen können hier die Schwachstellen Knie, Schienbein und Unterleib nutzen.

Ein kräftiger Tritt gegen eine dieser Schwachstellen kann bereits genügen, um den Täter so lange auszuschalten, dass man fliehen kann.

Weitere einfach zu findende Schwachstellen befinden sich am Kopf. Der Kiefer, die Nase, die Augen, … Hier ist beinahe alles empfindlich.

Fliehen. Wenn Sie es geschafft haben, sich dem Griff des Täters zu entwinden, gilt: Fliehen und Hilfe holen.

Training

All diese Tipps sind ohne Garantie und bilden keinen Ersatz für einen Selbstverteidigungskurs.

Machen Sie Selbstverteidigung zu Ihrem Hobby und üben Sie entweder in einem Kurs oder zu Hause mit einem Partner.

Die oben genannten Tipps und Tricks dienen Ihnen dabei als Grundlage und Basiswissen, das Sie auch im Ernstfall im Hinterkopf behalten sollten.

Horrorclowns

Seit Kurzem hört man immer mehr von Übergriffen durch sogenannte Horrorclowns. Dieser gruselige Trend ist aus Amerika nach Europa und somit auch nach Deutschland übergeschwappt.

Fast täglich liest oder hört man von diversen Vorkommnissen.

Diese als Horror- oder auch Killerclowns betitelten üblen Gestalten verbreiten Angst und Schrecken in der Bevölkerung.

Sie erschrecken ihre Opfer nicht nur. Sie greifen größtenteils mit Äxten, Messern oder Kettensägen an. Ganz gleich ob am helllichten Tage oder in finsterer Nacht.

Was die Menschen unter den Masken dazu bewegt? Es ist nicht nachvollziehbar!

Doch bislang scheint die Polizei machtlos. Was also tun, wenn Sie dieses Schicksal mit einem solchen Schockmoment ereilt? Wehren Sie sich durch effektive Selbstverteidigung!

Denn Sie haben ein Recht auf Notwehr.

Was bedeutet Notwehr?

Kurz beschrieben: Notwehr wird als Verteidigung bezeichnet, die man einsetzen kann, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder jemand anderem abzuwenden.

Dies gilt auch für Angriffe anderer Art. Ohne Furcht vor Bestrafung der eigenen Person.

Sehen Sie also Ihr Wohl oder das Ihrer Begleitung gefährdet, dürfen und müssen Sie sich wehren. Was können Sie also tun?

Sie dürfen natürlich nicht einfach zuschlagen. Oder Waffen wie Knüppel oder Messer einsetzen. Denn dann verstoßen Sie gegen das Waffengesetz.

Auch lautes Rufen oder Schreien ist hier nicht des Rätsel Lösung. Hiermit wird sich der angreifende Horrorclown nicht aufhalten lassen.

Das Beste wäre natürlich, die Polizei zu rufen. Jedoch bleibt im Falle eines direkten Angriffs keine Zeit dazu.

Wenn die Zeit drängt und Sie reagieren müssen, gilt folgendes Motto: Angriff ist die beste Verteidigung!

Besteht also Gefahr für Leib und Leben, dann dürfen Sie sich selbst verteidigen. Und das sollten Sie nutzen.

Legale Mittel zum Selbstschutz

Zum eigenen Schutz darf man diverse Verteidigungsutensilien legal erwerben und mit sich führen. Reizgase wie Pfefferspray sind am Besten für den Selbstschutz geeignet.

Alternativen wie Gaspistolen und Pepper Guns führen eher dazu, dass die Situation noch gefährlicher wird. Außerdem können sie gegen den Nutzer verwendet werden.

Oder aber man ist in einer Gefahrensituation überfordert und verletzt sich im schlimmsten Fall selbst.

Außerdem gilt: Nur weil eine Waffe frei zu erwerben ist, kann man sie nicht immer frei verwenden. Je nach Verteidigungsmittel ist ein Kleiner Waffenschein von Nöten.

Lernen Sie die Kunst der Selbstverteidigung!

Egal ob Mann, Frau oder Kind. Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Notfall bei Übergriffen standhaft bleiben.

Weder Sie noch Ihre Lieben müssen mit einem Angstgefühl durch dunkle Straßen gehen und sich unwohl oder unsicher fühlen.

Sorgen Sie vor und schärfen Sie Ihre Sinne. Dank diesem Effekt wissen Sie, wie man in Gefahr bringenden Situationen zu reagieren hat.

Die meisten Menschen stellen sich unter effektiver Selbstverteidigung vor, dass mit einer Technik alle Angriffe zu stoppen sind. Das ist jedoch nicht möglich.

Es geht viel mehr darum, mit wenig Techniken möglichst viele Angriffe abzuwehren.

Dabei ist es besonders wichtig, sich gegen Standardangriffe zur Wehr setzen zu können. Dazu zählen Würgen, Umklammerungen, Messerangriffe sowie Tritte und Schläge.

Gut geschult bilden diese Techniken einen Großteil der möglichen Angriffe ab.

Doch nicht nur körperliches Training ist ausschlaggebend für die erfolgreiche Abwehr.

Nur eine Kombination aus mentaler und körperlicher Stärke verschafft Ihnen einen Vorteil gegenüber Ihrem Angreifer.

Nutzen Sie also das Überraschungsmoment.

Wie soll ich in einer Selbstverteidigungssituation reagieren?

Niemand wird gerne zum Opfer oder rechnet mit einem Angriff. Seien Sie jedoch immer aufmerksam, um im Fall eines Übergriffes richtig reagieren zu können.

Überraschen Sie den Angreifer durch unerwartete Täuschung, Ablenkung oder Täuschung.

Akzeptieren Sie den Gedanken, dass Sie oder Ihre Begleitung jederzeit angegriffen werden können.

Seien Sie sich im Klaren, sich jederzeit gegen die Gewalt zu stellen und sich wehren zu können.

Führen Sie die erlernten Gegenmaßnahmen mit voller Konzentration und Geschwindigkeit durch.

Dabei gilt: Seien Sie resolut in Ihrer Verteidigung und lassen Sie sich nicht in die Opferrolle zwängen.

Seien Sie stets aufmerksam, wenn Sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Kein ständiger Blick auf das Smartphone. Keine ablenkende Musik über Kopfhörer.

Nehmen Sie Ihre Umgebung aktiv wahr.

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie in einer bestimmten Situation Angst verspüren, ist Vorsicht geboten. Das Unterbewusstsein nimmt Gefahren lange vor unserem Verstand wahr.

Lernen Sie dieses Gefühl zu nutzen und zu schätzen.

In den Angreifer hineinversetzen

Überlegen Sie, wie Sie als Täter denken würden. Nach welchen Kriterien würden Sie ein Opfer auswählen? In welchem Umfeld würden Sie das Opfer suchen?

Dieses Gedankenspiel sensibilisiert Sie, solche Situationen zu vermeiden.

Stressreaktionen sind übrigens völlig normal. Zittern oder eingeschränkte Wahrnehmung zeigen, dass sich Ihr Körper auf die Verteidigung vorbereitet.

Nutzen Sie diese Energie zu Ihrer Selbstverteidigung. Wehren Sie sich im Falle eines Angriffs mit aller Macht.

Mit dem richtigen Training pro Woche, in dem effektive Techniken und die richtige Einstellung erlernt und verinnerlicht werden, sind Sie gut gerüstet.

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Author: WehrDichJetzt

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