Wie funktioniert Selbstbehauptung?

Selbstbehauptung: Angriffe auf der Straße kommen schnell und plötzlich. Menschen ohne Selbstverteidigungserfahrung reagieren häufig zu langsam und wenn der erste Schlag oder Tritt erstmal sitzt, wird das Verteidigen immer schwieriger.

Deshalb ist Selbstbehauptung wichtig, egal ob für Frau, Familienvater, Kind oder Senioren.

Aufmerksam sein und selbstbewusst auftreten

Um Angriffe zu verhindern, bevor sie passieren, muss man aufmerksam sein.

Wer abgelenkt auf sein Handy guckt, kann leichter überfallen werden als jemand, der seine Umgebung beobachtet.

Oftmals können so bereits Übergriffe verhindert werden, da die Täter sich nicht an jemanden herantrauen, der scharfsinnig und selbstbewusst auftritt.

Ein selbstbewusstes Auftreten ist der nächste Schritt, um Angriffe zu vermeiden.

Bleiben Sie am Ball.

Wir geben Ihnen gerne noch mehr Tipps und Techniken mit auf den Weg - für Sie und Ihre Familie.

Gehen sie gerade, mit selbstbewussten Schritten und erhobenem Kopf durch die Straßen. So zeigen Sie: Ich bin kein Opfer.

Auf sich aufmerksam machen

Sollte es doch zu einem Angriff kommen, ist ein einfacher Schritt, den jeder tun kann, ein lauter, kraftvoller Schrei. Dieser Schrei erfüllt zwei Funktionen.

Erstens schockt er den Gegner für einen kurzen Moment, der z. B. dazu reicht, sich loszureißen.

Zweitens alarmiert er die Leute in der Umgebung, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. So können die Unbeteiligten die Polizei rufen oder selbst helfen.

Der Schrei erfüllt außerdem noch eine dritte Funktion: Er macht Mut und verleiht Kraft.

Viele Kampfsportarten setzen Kampfschreie zum Beispiel für Bruchtests ein, da sie helfen, für einen Moment an Kraft und Schnelligkeit zu gewinnen.

In einer wirklich einsamen Gegend kann es natürlich passieren, dass Schreie nicht gehört werden.

Deswegen empfiehlt es sich, immer eine Trillerpfeife bei sich zu tragen.

Wegrennen

Der beste Kampf ist der, den man nicht kämpft. Das wissen alle, die Kampfsport betreiben.

Sollte sich eine Situation anbahnen, bei der sie sich in irgendeiner Form bedroht fühlen, rennen Sie weg.

So haben Sie die beste Chance gegen einen überlegenen Gegner oder eine Gruppe von Gegnern.

Auch bei einer Messerattacke ist Wegrennen die einzig empfohlene Lösung.

Rennen Sie dahin, wo sie viele Menschen vermuten. Rennen Sie in eine gut beleuchtete Gegend oder klingeln Sie an fremden Häusern.

Kurzum: Tun Sie alles um auf sich aufmerksam zu machen.

Lernen Sie sich selbst kennen

Menschen, die wissen, was sie wollen, haben meist eine unwiderstehliche Ausstrahlung.

Dank dieser Ausstrahlung können sie sich optimal behaupten. Sie treten selbstbewusst auf, überrennen aber ihr Gegenüber nicht.

Sie zollen dem Mitmenschen den Respekt, den sie sich auch selbst entgegenbringen. Sie sind authentisch und integer.

Um eine solche Persönlichkeit zu sein, braucht es viel Selbsterkenntnis und Reflexion.

Fragen Sie sich: Was ist das Wesentliche in meinem Leben und was ist eher Nebensache?

Welche Punkte sind für mich verhandelbar und welche nicht? Wie weit geht meine Kompromissbereitschaft?

Ab welchem Punkt ist mir Harmonie weniger wichtig als das Durchsetzen meiner Interessen?

Reden Sie mit

Tauschen Sie sich mit anderen aus. Sagen Sie Ihre Meinung und beobachten Sie, wie andere darauf reagieren.

Nehmen Sie einen Rat von Personen an, denen Sie vertrauen.

Gleichen Sie regelmäßig Ihr Innenleben mit der Außenwelt ab.

Achtsamkeit

Seien Sie sich selber gegenüber aufmerksam. Achten Sie auf Ihren Körper und lernen Sie, seine Signale zu beachten.

Ihr Handeln muss auch mit dem so genannten „Bauchgefühl“ im Einklang stehen. Geben Sie sich selbst ausreichend Raum zum Entspannen.

Stress führt zu unangebrachten Reaktionen.

Positive Energie oder negative?

Fragen Sie sich, wie Sie Ihre Energie einsetzen. Denken Sie destruktiv oder wollen Sie Dinge erschaffen und Menschen unterstützen?

Die Antwort auf diese Frage gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Sie Selbstbehauptung als etwas Positives oder Negatives verstehen.

Was bedeutet negative Selbstbehauptung?

Diese Art der Durchsetzung beinhaltet, dass jemand einen Konkurrenten, einen Kollegen oder andere Menschen allgemein schlecht macht.

Die anderen werden unterdrückt, überrumpelt, manipuliert, um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen.

Solche Menschen nutzen Schwächen anderer aus, um sich zu profilieren.

Negativität abwehren

Wenn Sie Leute kennen, die Sie herunterziehen, überlassen Sie ihnen nicht das Feld.

Umgeben Sie sich lieber mit Menschen, die zu Ihnen passen, die Sie stärken und Ihnen gut tun.

Halten Sie auch nicht an Plänen fest, die keinen Erfolg versprechen.

Das heißt: Reiten Sie nicht das berühmte „tote Pferd“.

Trennen Sie sich auch von Menschen, deren Charakter zu Ihrem eigenen so wenig passt, dass es niemals Harmonie zwischen Ihnen und diesen Personen geben kann.

Keine Energie verschwenden

Machen Sie sich klar, dass das Leben endlich ist und Sie nur eines davon haben.

Verschwenden Sie keine kostbare Zeit und regen Sie sich nicht über Dinge auf, die es nicht wert sind.

Der positive Weg

Setzen Sie sich für Dinge ein, die Ihnen wichtig sind. Das sind Ihre Ziele. Für diese benötigen Sie Ihre Kraft.

Wenn Sie mit Niederlagen zu tun haben, geben Sie nicht auf, sondern bleiben Sie am Ball. Mit Rückschlägen, Kritik und Widerstand von anderen müssen Sie rechnen.

Suchen Sie Support

Versuchen Sie, bei Kollegen und Freunden für Ihre Ziele zu werben und Unterstützung zu gewinnen.

Delegieren Sie Aufgaben, wenn es möglich ist und lassen Sie den Gedanken los, unentbehrlich zu sein.

Umgang mit Widerstand

Sich gegen Widerstände zu behaupten, bedeutet manchmal, ein gewisses Maß an Aggressivität einzusetzen. Leider ist dieser Begriff eher negativ konnotiert.

Doch ganz ohne Aggressivität würde uns jeder Antrieb fehlen. Sie ist also notwendig.

Verbale Selbstverteidigung – üben Sie sich in Schlagfertigkeit

Stellen Sie sich eine unangenehme Situation vor, in der Sie verbal angegriffen werden. Überlegen Sie sich, was Sie am besten darauf erwidern.

Je öfter Sie das üben, umso leichter wird es Ihnen fallen, in echten Situationen schlagfertig zu reagieren.

Wichtig ist für die verbale Selbstverteidigung jedoch nicht unbedingt, was Sie sagen, sondern wie Sie es vortragen.

Wir wünschen viel Erfolg!

Mit Selbstbehauptung Grenzen setzen

Zäune schützen den Garten. Bewachte Grenzen schützen Länder.

Doch wie schützen Sie sich selbst? Vor herabwürdigenden Bemerkungen anderer? Vor sich stets wiederholenden Attacken, gegenüber Ihrer Persönlichkeit? Vor gewalttätigen Angriffen?

Eine unsichtbare Mauer schützt Ihre persönlichen Grenzen. Dazu müssen Sie jedoch eine ziehen.

Und zwar bevor Ihre inneren Grenzen überschritten werden. Nicht erst setzen, wenn Sie beleidigt oder angegriffen wurden.

Grenzen dienen als Schutz, vor Eindringlingen. Vor Menschen, die lieber gemieden werden. Zur Sicherung von Gut und Besitz.

Doch wäre es nicht schöner, ohne diese ganzen Grenzen? Ohne Ausgrenzung, von anderen Menschen?

Kann ein Leben ohne Grenzen funktionieren?

Vielleicht – wenn jeder Mensch sich selbst gut behandelt. Und seine Mitmenschen genauso. Also, wenn kein Mensch etwas machen würde, was er selbst nicht mag. Hört sich kompliziert an? Ist es auch.

Denn: Bereits als Kind, sind wir vielen Eindrücken und Einflüssen ausgesetzt. Ein Kind unterscheidet nicht, zum Beispiel nach dem Aussehen. Es lernt aber, von den Erwachsenen.

Jedes Kind hört, es gibt bestimmte Merkmale, die passen nicht. Dem ist aber nicht so. Viele Ausgrenzungen sind kulturellen und modischen Einflüssen unterworfen.

Sie kommen und gehen. Doch das Kind bekommt Selbstzweifel. Es verliert das Vertrauen. In sich selbst und seine Mitmenschen.

Das Selbstbewusstsein hat sich verabschiedet. Erlittene Verletzungen werden an andere weitergegeben. Grenzen anderer missachtet.

Andere werden so behandelt, wie es einem selbst – nicht gefällt. Ausgrenzung von bestimmten Personengruppen, ohne weiter darüber nachzudenken.

Deswegen: Grenzen sind wichtig. Sie sorgen für ein gutes Auskommen mit den Mitmenschen.

Wichtig zur Selbstbehauptung: Sich selbst finden

Fragen Sie sich: Wie möchte ich behandelt und von anderen wahrgenommen werden? Kennen und schützen Sie dann Ihre gewonnenen Erkenntnisse.

Seien Sie ein Mensch, der eigene Grenzen setzt: Sagen Sie, was Sie wollen. Klar, deutlich und strukturiert. Davon gibt es noch viel zu wenige Menschen.

Viele schämen sich – für ihr Aussehen, ihre Anschauungen. Haben kein Selbstbewusstsein. Überschreiten deswegen lieber die Grenzen anderer. Fordern heraus.

Bringen aber nicht den Mut auf, die eigenen Grenzen zu schützen.

pixabay.com © Unsplash

Sich selbst lieben und anerkennen. Das ist der Schlüssel, um von den Mitmenschen respektvoll behandelt zu werden. Aber nicht eine Mauer um Ihr Herz ziehen. Das ist nicht mit Grenzen setzen gemeint.

Auch nicht, andere Menschen auszugrenzen. Statt dessen: Offen auf seine Mitmenschen zugehen. Selbstsicher bleiben, auch wenn andere etwas an Ihnen bemängeln. Dabei hilft Selbstbehauptung.

Dazu gehört auch: Kritik anderer immer wieder prüfen. Denn jeder Mensch hat – und macht – auch Fehler. Arbeiten Sie deswegen ständig an sich selbst.

Das macht Sie stark. Haben Sie Vertrauen in sich. Finden Sie Ihr Selbstwertgefühl.

Selbstbehauptung: So beschützen Sie Ihre Grenzen

Sie wissen, wo sich Ihre inneren Grenzen befinden? Diese möchten Sie jetzt beschützen? Keiner soll sie mehr überschreiten?

Bestes Hilfsmittel: verbale Selbstverteidigung. Heißt: Sofort kundtun, das gefällt mir nicht. Oder: So will ich das nicht. Ohne Gewalt und/oder aggressives Verhalten. Dafür bestimmt und selbstbewusst.

Gewalt und Aggressionen machen Sie unglaubwürdig. Es lässt Sie unsicher wirken. Ihr Gegenüber merkt das und nutzt es für sich.

Aussprechen, wenn Grenzen überschritten wurden: Bei der Kindererziehung, damit das Kind weiß, was Ihnen wichtig ist.

In der Partnerschaft: Von Anfang an authentisch sein. Sich nicht verstellen. Dann wird der Partner automatisch Ihre Grenzen akzeptieren.

Auch dem Chef oder der Chefin gegenüber: Nicht alles mit sich machen lassen. Auch hier sind Grenzen wichtig: Für bessere Leistungen. Um nicht ausgenutzt zu werden.

Was ist mit Toleranz?

Mitmenschen so sein lassen, wie sie sind.

Sie müssen auch nicht auf jede Grenzüberschreitung reagieren. Denn viele Menschen halten sich einfach nicht daran.

Sie lieben es auch zu provozieren. Sie möchten streiten und warten auf den passenden Partner. Einer, der gleich darauf reagiert.

Bei vielen Männern immer wieder – in der Öffentlichkeit – ein Problem. Einer provoziert, der andere gibt zurück.

Aus Worten werden Taten. Handgreiflichkeiten sind die Folge. Mischen sich dann noch die Freunde ein – Chaos perfekt.

Lassen Sie es nicht soweit kommen. Der eine hat sie provoziert. Ja. Er hat Ihre Grenze überschritten. Auch richtig. Doch Sie haben soviel Selbstbewusstsein, dass es Sie nicht stört.

Toleranz heißt: Sie nehmen nicht alles persönlich. Auch einmal auf verbale Selbstverteidigung verzichten, um Schlimmeres zu verhindern.

Selbstbehauptung – so klappt es

Sie kennen Ihre Grenzen, und Sie schützen sie. Sie wissen auch, dass Sie diese immer wieder laut aussprechen müssen.

Ihren Mitmenschen mitteilen, was Sie möchten. Höflich, aber bestimmt. Drohen Sie nicht, das hat keine Wirkung.

Außerdem: Innere Stärke benötigt keine Drohungen. Doch, was tun, wenn Worte nicht helfen. Ein Angreifer gleich körperlich Ihre Grenzen überschreitet: durch Handgreiflichkeiten oder sexuelle Attacken?

Hier nutzt eine verbale Selbstverteidigung und innere Stärke allein nicht mehr.

Besser: Sich bereits im Vorfeld mit nachempfundenen Szenen auseinandergesetzt zu haben.

Dabei lernen: Selbstbehauptung, in Verbindung mit Selbstverteidigung, richtig anzuwenden. Dann sind Sie auch einer solchen Situation hervorragend gewachsen.

Auf offener Straße

Lassen Sie einmal folgendes Szenario auf sich wirken: Dunkler Herbstabend, die Straßen in kalten Nebel gehüllt.

Menschen hasten ihrem Feierabend entgegen. Hektik, Eile, Stress – und Sie mittendrin.

Ein Mann mittlerer Statur bewegt sich auf Sie zu. Mit kurzen düsteren Blicken mustert er Sie von oben bis unten. Recht unauffällig zwar, doch mit gewisser Aufdringlichkeit.

Vollkommen ahnungslos biegen Sie in eine Seitenstraße. Die Musik Ihrer Kopfhörer stimmt Sie auf einen gemütlichen Abend ein.

Sie haben wenig Zeit und eine Aufgabe: Das erfolgreiche Abschließen Ihrer Suche nach der Geldbörse. Völlig geistesabwesend kramen Sie in den Tiefen Ihrer Umhängetasche.

Der besagte Mann nähert sich. Sie erkennen Aggression in seinen Augen und Härte in seinem Gang.

Und erst jetzt fühlen Sie es – dieses Gefühl des Unbehagens und den Anflug beklemmender Angst.

Ihre Alarmglocken fangen an zu läuten. Er will nicht bloß nach der Uhrzeit fragen – das spüren Sie. Seine Absicht ist eine andere: Das Stichwort ist Gewalt.

Dies ist nicht der Anfang eines Krimis. Sondern eine anstehende Konfrontation auf offener Straße. Ein Schock für alle Frauen und eine Herausforderung für die Männerwelt.

Fliehen oder sich behaupten?

Was tun Sie? Welcher Option geben Sie den Vorzug: Der Flucht oder der Selbstbehauptung?

Nehmen wir an, die Möglichkeit des Entkommens ist ausgeschlossen. Denn – wohin fliehen und wie?

Der athletische Körperbau des Angreifers verrät unmissverständlich die sportliche Überlegenheit.

Es bleibt nur die Selbstbehauptung. Doch genau hier mangelt es oftmals an innerer Stärke.

Im Folgenden werden weitere geeignete Methoden beschrieben. Diese sollen als Leitfaden für eine mögliche Deeskalation dienen.

Dank ihrer Hilfe sind Sie in solchen oder ähnlichen Situationen bestens ausgerüstet.

Nähe erzwingen – Distanz gewinnen

Zunächst geht es um das Bewusstwerden der eigenen Grenzen. Gepaart mit einer objektiven Einschätzung der Situation.

Dabei geht es vor allem um eins: Panik vermeiden. Bemühen Sie sich um die Wahrung von Ruhe und Gelassenheit.

Ein kühler Kopf ist der beste Begleiter in brenzligen Lagen.

Verbale Selbstverteidigung ist ein weiterer Punkt. Die Auseinandersetzung mit ihr lohnt sich: Kommunikation lautet die Devise.

Das altbewährte „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ greift hier nur bedingt. Versuchen Sie bedrohliche Situationen durch Reden zu entschärfen.

Hören Sie Ihrem Aggressor zu. Dies mindert seine Frustration und gibt Ihnen Kontrolle.

Selbstbehauptung auf offener Straße

pixabay.com © harutmovsisyan

Behalten Sie stets im Hinterkopf: Kommunikation schafft Vertrauen und Nähe.

Schalten Sie nach Möglichkeit Ihren Stolz aus. Das Ziel ist Gewaltprävention und das Abwenden unangenehmer Folgen.

Das Zeigen von Mitgefühl kann wahre Wunder bewirken. Die Verwendung offener Fragen signalisiert dabei ehrliches Interesse.

Dies bleibt Ihrem Angreifer nicht verborgen.

Geben Sie alle erhaltenen Informationen wider. Möglichst in eigenen Worten. Schlagen Sie sich mittels Verständnis auf seine Seite – oder versuchen Sie es zumindest.

Das Zusammenfassen der Informationen kann das Konfliktpotenzial eindämmen.

Verdeutlichen Sie die scheinbare Sinnlosigkeit der geplanten Gewaltanwendung.

Diese manipulative Verbundenheit soll Distanz begünstigen. Distanz – die ersehnte Rettung in dieser heiklen Situation.

Die Wortwahl – das A und O der erfolgreichen Kommunikation

Achten Sie dabei stets auf eine passende Wortwahl. Jonglieren Sie achtsam mit Ihrem verbalen Werkzeug.

Immer auf der Hut und aggressive und negative Begriffe meidend. Denn in vielen Fällen handelt es sich schlicht und ergreifend um ein Missverständnis.

Womöglich haben Sie unwissentlich eine Ausfahrt blockiert. Und der düster dreinblickende Mann möchte lediglich sein Recht geltend machen.

Unter Umständen hat er einen schlechten Tag erwischt und ist spät dran.

Der Möglichkeiten gibt es viele. Doch eins ist sicher:

Zuvorkommendes und freundliches Auftreten ist immer die beste Grundlage bei anstehender Konfliktbewältigung.

Bewusstes Agieren – die beste Verteidigung

Mal ganz unverblümt: Einen unverschuldeten Kinnhaken sollte keiner wegstecken müssen.

Und mittelgroße Veilchen schmücken weder die Gesichter von Familienvätern noch die junger Frauen.

Diese sind höchstens im Garten der Großmutter nett anzusehen.

Und falls es doch einmal „ins Auge“ geht, dann führen Sie sich stets folgenden Leitsatz zu Gemüte:

Selbstbehauptung in Form verbaler Selbstverteidigung lässt Deeskalation vermeiden. Zudem zeugt sie von innerer Stärke und Selbstbeherrschung.

Mit diesen Worten: Halten Sie ihre Augen offen und Ihre Aufmerksamkeit wach.

Zivilcourage als Ergebnis der Selbstbehauptung

Gewaltsame Übergriffe nehmen in der Bundesrepublik immer häufiger zu.

Der gewaltsame Tod der Studentin Tugce oder die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht von Köln sind nur einige wenige Beispiele.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass rechtsgetreue Bundesbürgerinnen und Bundesbürger in einer Notsituation die notwendige Zivilcourage aufweisen und sich Gewaltdelikten entgegenstellen.

Dadurch erhöht sich die Sicherheit und Gewaltverbrechen werden auf ein Minimum reduziert.

Warum Zivilcourage so wichtig ist

Zivilcourage bedeutet im Wesentlichen, dass Menschen in Gefahrensituationen den Mut aufbringen, sich gegen gewaltsames Vorgehen zur Wehr zu setzen.

Auf diese Weise soll Ungerechtigkeit aus der Welt geschaffen werden, die anderen Menschen widerfährt.

Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Menschen in eine Situation geraten, wo diese um ihr Leben fürchten müssen.

Wenn Sie also Zeuge einer Situation sein sollten, dürfen Sie Ihre Augen nicht verschließen. Viel wichtiger ist es, den Mut aufzubringen, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

Womöglich retten Sie durch Ihr Vorgehen der betroffenen Person ihr Leben.

Verschließen Sie daher nicht Ihre Augen. Überlegen Sie sich viel eher, was Sie sich erhoffen würden, wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden würden.

Wenn Sie also zukünftig an einer Situation beteiligt sind, in der eine Person bedroht wird, dann bringen Sie die notwendige Zivilcourage auf.

Mutige Bundesbürgerinnen und Bundesbürger braucht das Land

Situationen, die Zivilcourage benötigen, tragen sich häufig im öffentlichen Raum zu.

Insbesondere an den Wochenenden, wenn die Menschen alkoholisiert sind, ereignen sich häufig Gewaltdelikte, die mit etwas mehr Zivilcourage verhindert werden können.

Häufig sind Frauen, Kinder, Jugendliche und Senioren Opfer gewaltsamer Übergriffe. Diese werden von Tätern als schwach angesehen, was die Bereitschaft zur Gewalt erhöht.

In solchen Situationen sind mutige Bürger gefordert, um für Sicherheit zu sorgen.

Womöglich wäre die Studentin Tugce noch am Leben, hätte einer der vielen Anwesenden zum notwendigen Zeitpunkt die Initiative ergriffen.

Schließlich waren etliche Personen an der gewaltsamen Auseinandersetzung beteiligt, ohne eingegriffen zu haben.

Insbesondere in der heutigen Zeit, wo Gewalt immer häufiger zu Tage tritt, ist es wichtig für ein gemeinsames Wohl einzutreten.

Schließlich würden Sie sich auch wünschen, dass Ihnen oder jemanden aus Ihrer Familie in einer Notsituation geholfen wird.

Behalten Sie Ihre Umgebung im Auge, helfen Sie sich damit nicht nur selbst, sondern auch Ihren Mitmenschen.

Wie bewahrt man in einer Gewaltsituation die Zivilcourage?

Was kann ein mutiger Bürger tun, um eine Gewaltsituation zu verhindern?

Wie bereits dargestellt, muss ein Bürger den Mut aufbringen, um gegen eine Gewaltsituation vorzugehen. Dies kann auf mehreren Wegen erfolgen.

In vielen Fällen ist ein Blick oder eine verbale Intervention vollkommen ausreichend.

Wenn man einem Täter die Ungerechtigkeit, die sein Opfer erfährt, vor Augen führt, dann lässt dieser womöglich von der geschädigten Person ab.

Das kann dazu führen, dass der Täter Reue empfindet oder ihn die Furcht vor rechtlichen Konsequenzen ereilt.

Um einen Menschen aus einer Gefahrensituation müssen Sie daher nicht gleich Ihr Leben gefährden.

In solch einem Fall können Sie auch andere Bürger auf die Situation aufmerksam machen und so eine Überzahl gegen den oder die Täter verschaffen.

Denn wenn einem Täter bewusst wird, dass er sich in Unterzahl befindet, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er von seinem Opfer ablässt.

Nur in den seltensten Fällen ist Selbstverteidigung notwendig. Sollte der Einsatz von Gewalt unvermeidbar sein, sollten Sie notwendige Präventivmaßnahmen einleiten.

Damit ist gemeint, dass Sie beispielsweise einen Kurs über Selbstverteidigung besuchen. Informieren Sie sich daher gleich über derartige Kurse in Ihrer Nähe.

Womöglich verhilft Ihnen ein solcher Kurs in Zukunft dazu, gefährdete Bürgerinnen und Bürger aus einer Gefahrensituation zu befreien.

Mit Zivilcourage reduzieren Sie das Gewaltpotential auf ein Minimum

Der Staat allein kann die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nicht gewährleisten.

Aus diesem Grund müssen auch Sie die Bereitschaft aufzeigen, um entschieden gegen Gewalt vorzugehen.

In diesem Artikel haben Sie unter anderem erfahren, wie Sie dabei vorgehen können.

Wir hoffen, dass Sie in einer entsprechenden Situation die richtige Entscheidung treffe und die Welt zumindest ein kleines Stück sicherer machen.

Author: WehrDichJetzt

Share This Post On