Grenzen der Selbstverteidigung: Wo hört Verteidigung auf?

In gewissen Fällen muss Selbstverteidigung bzw. Selbsthilfe angewandt werden, um sich vor Gefahren zu schützen. Doch sie kennt ebenfalls starke Grenzen.

Welche Grenzen und Möglichkeiten existieren, verrät dieser Artikel.

Selbstverteidigung

Unter Selbstverteidigung wird vor allem die Abwehr und Vermeidung von Angriffen verstanden. Diese Verteidigung soll körperliche wie seelische Unversehrtheit garantieren.

Bezüglich Angriffe existiert eine Vielzahl an Motiven wie Beleidigung, Mobbing, Körperverletzung oder aber auch eine Tötungsabsicht.

Dennoch handelt es sich meist eher um die Abwehr körperlicher Angriffe anstatt psychischer.

Eine Verteidigung gegenüber psychischen Angriffen wird hingegen unter Selbstbehauptung eingeordnet.

Bleiben Sie am Ball.

Wir geben Ihnen gerne noch mehr Tipps und Techniken mit auf den Weg - für Sie und Ihre Familie.

Ohne Alter und Geschlecht

Selbsthilfe kennt kein Geschlecht oder Alter. Jung und Alt, Männer und Frauen – alle können sich jederzeit selbst verteidigen.

Männern wird allerdings in vielen Fällen eher die Rolle des Angreifers auferlegt anstatt des Opfers.

Ältere Menschen hingegen sind leichte Opfer für Angreifer, da sie körperlich schwächer sind. Derselbe Fall gilt für Kinder, da diese noch nicht über viel körperliche Kraft verfügen.

Ein Großteil der Opfer aber sind Frauen, welche sich oft nur schwer wehren und verteidigen können.

An das Gesetz gebunden

Sich selbst zu verteidigen, bedeutet nicht, völlig im Recht zu sein. In Deutschland gibt es Rechte im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

In den Paragraphen 229 bis 231 ist die genaue Ausübung dieser Art Verteidigung aufgezeichnet.

Der Verteidiger besitzt hierbei gewisse Rechte, an welche er sich halten muss.

Paragraph 229 beispielsweise beschreibt die Verwendung von Gegenständen, um sich selbst zu verteidigen.

Die Sache darf dabei weggenommen, zerstört oder beschädigt werden, solange sie der Selbsthilfe dient.

Auch mögliche Täter, welche flüchten wollen, dürfen festgehalten werden. Dies gilt insofern, als dass Hilfe nicht rechtzeitig eintreffen kann.

Unterschied zur Notwehr

Sich selbst zu verteidigen bedeutet allerdings nicht, Notwehr anzuwenden. Notwehr hängt sehr nahe mit der Selbsthilfe zusammen.

Paragraph §227 des BGB klärt die Unterschiede hierbei deutlich auf. Eine Handlung, welche in Notwehr getätigt wird, ist dabei nicht widerrechtlich.

Zusätzlich handelt es sich bei Notwehr um eine Tat, welche einen rechtswidrigen Angriff abhält.

Die Notwehr gilt dabei für sich selbst und andere Personen.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Selbsthilfe und der Notwehr liegt letztendlich bei der Tat.

Handelt es sich um einen rechtswidrigen Angriff auf Eigentum wie beispielsweise Diebstahl, sexuelle Selbstbestimmung oder körperliche Unversehrtheit, ist dies Selbsthilfe.

Der Angriff ist entweder in diesem Moment geschehen, steht bevor oder dauert an. Liegt der Angriff einige Zeit zurück, gilt dies nicht mehr als Selbsthilfe.

Gelungener Einsatz von Ressourcen

Um Selbsthilfe anzuwenden, existieren zahlreiche Tipps. Diese eignen sich für Frauen wie Männer gleichermaßen.

Die Tipps zur Selbstverteidigung sollen dem Opfer helfen, es dem Täter nicht allzu einfach zu machen.

Bei der Selbsthilfe gilt nicht die beste Technik, sondern der Einsatz der verfügbaren Ressourcen.

Ruhe bewahren

Wichtig bei der Selbsthilfe ist das Bewahren der Ruhe. Der Angreifer kann seinen Mut stärken, wenn er sein Opfer abgelenkt oder in Panik sieht.

Das Opfer gilt in diesem Fall schnell als „leichte Beute“.

Strahlt das Opfer hingegen Sicherheit aus, kann dies möglicherweise potenzielle Täter abschrecken. Auch eine Ablenkung kann verheerend sein.

Der Täter kann sich dem Opfer leichter nähern, wenn es durch seine Umgebung abgelenkt ist.

Hilfe an öffentlichen Plätzen

Angriffe auf öffentlichen Plätzen lassen sich außerdem leichter abwehren als in versteckten Gassen.

Auf öffentlichen Plätzen befinden sich oft vorbeikommende Personen, welche miteinbezogen werden können.

Eine direkte Ansprache der Personen hilft oft, die Helfer nicht zu verschrecken. Hilferufe können aber ebenfalls getätigt werden, sind jedoch unklarer.

Tipps für die Selbstverteidigung

Die eigentlichen Tipps zur Selbstverteidigung beinhalten sowohl logisches Denken wie körperliche Verfassung.

Geraten Sie in eine Gefahrensituation, dürfen sie sich jederzeit wehren.

Tragen Sie Taschen oder einen Rucksack bei sich, überlegen Sie gut über den Inhalt nach. Viele Gegenstände können dabei helfen, sich selbst zu verteidigen.

Ein Regenschirm ist in eine Gefahrensituation eine ebenso gute Waffe wie ein Kugelschreiber oder die Tasche selbst.

Angriffe an das Geschlecht anpassen

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung spielt das Geschlecht des Täters eine wichtige Rolle.

Ein Mann mag zwar stark sein. Ein Tritt zwischen die Beine allerdings hält auch der Stärkste von ihnen nicht aus.

Mit diesem Trick gewinnen Sie einige Sekunden für sich, in welchen sie entweder wegrennen oder um Hilfe rufen können.

Auch ein Schlag auf die Nase oder eine andere körperliche Attacke, welche dem Opfer große Schmerzen bereitet, sind sehr hilfreich.

Gewalt sollte dennoch nur im äußersten Fall angewendet werden.

Erlernen in Spezialkursen

Selbstverständlich existieren ebenso einige Selbstverteidigungstechniken. Diese können Sie in speziellen Kursen lernen. Zugleich hilft es oft, regelmäßig Sport zu betreiben.

Dadurch gewinnen Sie Ausdauer und Kraft, sodass Sie in ernsten Situationen schnell reagieren können.

Selbstverteidigungskurse werden oft von Sportvereinen oder Volkshochschulen angeboten.

Gewisse Kurse richten sich ausschließlich an Frauen, andere wiederum an jedes Geschlecht.

Die Kurse sorgen dafür, dass Sie Techniken und Griffe schnell und einfach erlernen.

Striktes Waffenverbot

In den Selbstverteidigungskursen herrscht nahezu Waffenverbot. Die Kurse sorgen dafür, dass sie die waffenlose Abwehr erlernen.

Hierbei helfen neben Schlägen auch Befreiungsmethoden und gezielte Tritte. Die richtige Haltung und Position bringt Ihnen hierbei der Ausbilder bei.

Sportliche Alternativen zu Kursen

Als Alternative zu den Kursen können Kampfsportarten betrieben werden. Diese beinhalten meist viele unterschiedliche Selbstverteidigungstechniken.

Als Kampfsportart für die Selbsthilfe eignet sich zum Beispiel Karate, Judo, Aikido oder Taekwondo.

Wann Notwehr erlaubt ist

Das Recht auf Selbstverteidigung steht jedem zu, der sich oder sein Eigentum bedroht sieht.

In Zusammenhang mit Notwehr ist es legitim, Gewalt als Mittel zur Selbstverteidigung einzusetzen. Allerdings müssen Sie die Verhältnismäßigkeit beachten.

„Recht muss Unrecht nicht weichen“, lautet ein juristischer Grundsatz. Daher dürfen Sie Notwehr ausüben, wenn sie dem Schutz folgender Güter dient:

  • Leben
  • Eigentum
  • sexuelle Selbstbestimmung
  • körperliche Unversehrtheit
  • Ehre

Missbrauch von Notwehr

Wenn Sie sich auf Notwehr berufen, müssen Sie das womöglich vor Gericht beweisen. Die Grenzen sind eng gesteckt und ein Missbrauch kann Sie teuer zu stehen kommen.

Als Missbrauch gilt zum Beispiel, den Gegner zu provozieren.

Wenn Sie ihn so lange reizen, bis der sich zu einem Angriff hinreißen lässt, können Sie kein Recht auf Notwehr geltend machen.

Grenzen der Selbstverteidigung

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Die Formel „Notwehr gegen Notwehr“ ist vom Gesetz nicht vorgesehen.

Provokationen sollten Sie grundsätzlich unterlassen. Das gilt auch für Aussagen, die als persönlicher Angriff verstanden werden könnten.

Schon eine Äußerung wie: „Was guckst du so blöd?“, reicht aus, um das Recht auf Notwehr zu verwirken.

Notwehr dürfen Sie nur in direktem Zusammenhang mit einem Angriff ausüben. Ist die Angriffssituation nicht mehr gegeben, erlischt das Recht auf Notwehr.

Wendet sich der Angreifer ab, dürfen Sie ihn daher nicht mehr attackieren. Schon gar nicht, um ihm etwas heimzuzahlen.

Nothilfe zugunsten Dritter

Bedroht ein Angriff Leben und Unversehrtheit eines Dritten, gilt die Abwehr der Attacke als Nothilfe. Die unterliegt einem ähnlichen Schutz wie Notwehr.

Ihre Abwehr eines Angriffs muss verhältnismäßig sein. Das bedeutet, dass Sie dem Angreifer keinen unnötigen Schaden zufügen dürfen.

Bei entsprechend großer Bedrohung dürfen Sie Stich- oder Schusswaffen in angemessener Weise verwenden.

Ihren Einsatz müssen Sie jedoch vor Gebrauch ankündigen.

Wirksame Abwehrstrategien

Kommt es zu einer körperlichen Konfrontation, gilt es die möglichst schnell zu beenden. Dies erreichen Sie am ehesten durch effektive Gegenattacken.

Als Trägerin von High Heels können Sie einem Angreifer mit einem Tritt auf den Mittelfußknochen die Lust auf weitere Attacken nehmen.

Auch Alltagsgegenstände wie eine mitgeführte Handtasche können Sie wirkungsvoll einsetzen.

Das Anwenden von Alltagsgegenständen als effektive Waffe wird in dem Buch „In 2 Sekunden außer Gefecht“ vertieft.

In vielen Fällen genügt jedoch bereits ein entschlossenes Auftreten, um einem Angreifer Einhalt zu gebieten.

Ein lauter Ruf um Hilfe oder die Aufforderung: „Stopp!“ sorgen für jene öffentliche Aufmerksamkeit, die die meisten Kriminellen fürchten.

Machen Sie einem Angreifer klar, dass Sie kein Opfer sind!

Seien Sie laut und raumgreifend! Halten Sie zudringliche Personen mit ausgestrecktem Arm auf Abstand!

So können Sie in vielen Fällen wirksame Selbstverteidigung praktizieren, ohne direkt gewalttätig werden zu müssen.

Indem Sie eine entschlossene Haltung an den Tag legen, demonstrieren Sie Stärke.

Wie weit darf die Selbstverteidigung zur Selbstbehauptung gehen?

Müssen Sie sich selbst verteidigen, dann ist es notwendig, die Situation richtig einzuschätzen. Eine Notwehrhandlung darf nur das Ziel haben, den Angreifer aufzuhalten.

Die Verletzung des Angreifers darf nicht das Ziel Ihrer Notwehrhandlung sein. Sie müssen das mildeste Mittel wählen mit dem Sie den Angreifer aufhalten können

Auch Zeugen können in einer solchen Situation von großer Wichtigkeit sind.

Natürlich können Ihnen andere Menschen in einer Notsituation helfen und sind dazu verpflichtet.

Des Weiteren können Sie aber auch bestätigen, dass Sie sich nur gewährt haben.

Vor Gericht kann die Notwehrhandlung somit absolut einhundertprozentig bewiesen werden.

Ist dies hingegen nicht der Fall, dann kann es sich auch um eine sogenannte Notwehrüberschreitung handeln.

In diesem Fall sind die Grenzen der reinen Notwehrhandlung für die effektive Selbstverteidigung überschritten worden.

Anhand folgender Fragen kann dies festgestellt werden:

  • Welcher Art war der Angriff?
  • Wie hoch war die Gefahr?
  • War der Täter körperlich überlegen?
  • Kam es zum Einsatz von Hilfsmitteln beim Angriff?

Hat das Opfer die Situation falsch eingeschätzt und zu aggressiv reagiert, dann handelt es sich um einen Notwehrexzess.

Die Grenze der notwendigen Selbstbehauptung wurde in diesem Fall überschritten.

Dennoch kann dieses Verhalten vor Gericht mit Furcht oder Verwirrung des Opfers gerechtfertigt werden.

Eine Strafe hätten Sie in einer solchen Situation dann nicht zu befürchten.

Was ist eine Notwehrprovokation?

Bei einer Notwehrprovokation handelt es sich um einen Angriff, der von einer Person selbst auf sich provoziert wurde.

Es kann zwischen zwei Arten von Notwehrprovokation unterschieden werden.

Wird ein Angriff provoziert und dann der andere beschuldigt, handelt es sich hierbei nicht um eine Notwehrhandlung.

Kommt es allerdings zu einer unabsichtlichen Provokation zum Beispiel durch eine Beleidigung, kann es sich im einen Fall von Selbstverteidigung handeln.

Der Angegriffene muss allerdings zunächst alles in seiner Machtstehende tun, um sich ohne Handgreiflichkeiten zu wehren.

Erst wenn es passiv nicht möglich ist sich zur Wehr zu setzen, dürfen Sie sich wehren.

Wie weit darf ich in einer Notsituation gehen?

Es ist keinesfalls immer leicht einzuschätzen, wie man sich in einer Notsituation zu verhalten hat.

Tatsächlich gab es im Jahr 2015 167.136 angezeigte Wohnungseinbrüche in ganz Deutschland. Hört man diese Zahl, scheint sie zunächst unglaublich.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl somit sogar um knappe 10 Prozent gestiegen.

Was können Sie also tun, um sich im Notfall zu verteidigen? Was ist zum Beispiel zu machen, wenn eine fremde Person im Haus ist?

Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, wie sie in einem solchen Fall richtig handeln. Tatsächlich gibt es aber ganz klare von der Polizei empfohlen Verhaltensregeln.

Es ist notwendig zunächst ruhig zu bleiben und so schnell wie möglich die Polizei zu rufen.

Aber auch im Falle eines Angriffes sollten Sie die notwendigen Fähigkeiten besitzen, sich zu verteidigen und dann Hilfe zu holen.

Wir alle hoffen, nie in eine gefährliche Situation zu kommen. Leider entspricht dieser Wunsch allerdings nicht immer der Realität.

Daher sollten Sie auf eine solche Notsituation so gut wie möglich vorbereitet sein.

Nur so können Sie sich richtig verteidigen und viel Schlimmeres verhindern.

Verteidigen Sie sich nachdem Sie angegriffen wurden können Sie dafür nicht belangt werden. In diesem Fall handelt es sich um eine Notwehrhandlung und diese ist rechtens.

Daher ist ein Selbstverteidigungskurs auch die beste Waffe die Sie bereits verwenden können, bevor etwas passiert.

Notwehr & Nothilfe

Wird ein Angriff erfolgreich abgewehrt, handelt es sich dabei fast immer um Notwehr. Diese sichert Ihnen vor Gericht Straffreiheit.

Allerdings gibt es hier einiges zu beachten. Denn die Straffreiheit gilt nicht grenzen- und ausnahmslos.

Wo genau diese Grenzen verlaufen, darüber herrscht allerdings häufig Uneinigkeit.

Werden die Grenzen unabsichtlich überschritten, kann dies im Zweifel ein böses Ende nehmen.

Da niemand, der ursprünglich angegriffen wurde, sich selbst vor Gericht wegen Körperverletzung wiederfinden möchte, sind die Grenzen der Notwehr entscheidend.

Der § 32 des Strafgesetzbuches (StGB) sollte bei einer Verteidigung deshalb immer von Ihnen im Hinterkopf behalten werden.

Wann handelt es sich um Notwehr?

Um die Notwehr richtig einzusetzen, muss die jeweilige Person natürlich wissen, wann sie sich auf ihr Notwehrrecht berufen kann. Das ist immer dann der Fall, wenn sie so genannten rechtlich geschützten Interessen verletzt werden.

Zu diesen rechtlich geschützten Interesse gehören: die körperliche Unversehrtheit, das Leben, das Eigentum, die sexuelle Selbstbestimmung und die Ehre.

Eine Verteidigung darf allerdings nur dann stattfinden, wenn auch ein echter Angriff vorliegt.

Wer nur einen Angriff vermutet oder befürchtet, der kann sich somit nicht auf Notwehr berufen.

Auch eine vorsorgliche Verteidigung stellt keine Notwehrhandlung dar.

Das ist auch der Fall, wenn zu viel Zeit zwischen dem Angriff und der Verteidigung verstrichen ist.

Denn dann handelt es sich eher um einen Racheakt, als um eine Notwehrhandlung.

Notwehr und Nothilfe: Wo ist der Unterschied?

Nicht nur wenn das eigene Leben bedroht ist, sondern auch wenn eine andere Person angegriffen wird, sollte natürlich immer eine Verteidigung erfolgen.

Diese Handlungen werden dann allerdings nicht mehr als Notwehr bezeichnet, sondern als Nothilfe. Erfolgreich ist die Nothilfe, wenn es Ihnen gelingt den Angriff abzuschrecken oder in die Flucht zu jagen.

Sind Waffen und Werkzeuge erlaubt?

Die Notwehr muss vor allem angemessen sein. Der Angegriffene darf sich somit mit den Angreifer auf ein Niveau bringen.

Ist der Angreifer deutlich stärker, ist es dem Opfer somit erlaubt, sich einem Werkzeug zu bedienen.

Das könnte beispielsweise ein Ast oder ein Schlüssel, ebenso wie ein Regenschirm sein.

Bei Frauen sind die Handtasche oder das Pfefferspray die Klassiker. Allerdings darf es sich dabei nicht um eine illegale Waffe handeln.

Pistolen oder Gewehre dürfen somit nicht zum Einsatz kommen, es sei denn es handelt sich wirklich um das allerletzte Mittel zur Verteidigung.

Allerdings muss auch in diesem Fall zunächst ein Warnschuss abgegeben werden.

Die Notwehr beweisen

Häufig muss das Opfer nicht nur den Angriff überstehen, sondern findet sich danach noch einer Klage wegen Körperverletzung gegenüber.

Wer angegriffen wird, der hat jedoch das Wort vor Gericht.

Die Person darf somit aussagen, wie sich die ganze Situation genau abgespielt hat und wie die Verteidigung genau erfolgt ist.

Es erfolgt eine Berufung auf das Notwehrrecht, welches das Gericht im Anschluss prüft.

Solange bei der Verteidigung jedoch nicht deutlich die Grenzen überschritten wurden, muss hier meist keine Verurteilung befürchtet werden.

Die Grenzen der Notwehr

Die Grenzen der Notwehrhandlung müssen von Ihnen unbedingt eingehalten werden. Ansonsten droht sich das eigentliche Opfer selbst strafbar zu machen.

Deshalb darf auch im Zuge der Notwehr der Angreifer nicht stärker angegangen werden, als das zwingend notwendig ist.

Der Angegriffene hat allerdings die Wahl, welches Mittel er für seine Verteidigung wählt.

Besonders wenn der Angreifer männlich ist und sein Opfer weiblich, darf sich das Opfer Hilfsmitteln bedienen.

Das könnte beispielsweise ein Pfefferspray oder auch ein Messer sein.

Denn die Frau ist dem Mann körperlich fast immer deutlich unterlegen.

Bleibt kein anderes Mittel, müssen Sie sogar den Tod des Angreifers in Kauf nehmen, um das eigene Leben zu schützen.

Besonders Frauen scheuen sich allerdings häufig davor, Gewalt zu ihrer eigenen Verteidigung anzuwenden.

Ein regelmäßiges Üben von solchen Gefahrensituationen ist deshalb sinnvoll.

Vor Gericht muss jede einzelne Notwehr Situation separat betrachtet und bewertet werden.

Dabei handelte es sich um einen sehr komplexen Paragrafen des Strafgesetzbuches.

Es gilt jedoch immer, dass das Recht nicht vor dem Unrecht weichen muss. Damit ist gemeint, dass der Angegriffene einer Konfrontation nicht aus dem Weg gehen muss.

Er darf sich also durchaus verteidigen. Es sollte allerdings von Ihnen beachtet werden, dass eine vorherige Provokation wie bereits erwähnt die Berufung auf Notwehr ausschließt.

Denn auch wenn die Grenzen der Notwehr überschritten wurden, kann es zu einer Verurteilung wegen Körperverletzung kommen.

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Author: WehrDichJetzt

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